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gesunde Ernährung
gesunde Ernährung
Gesunde Ernährung ist heute wichtiger denn je – die Meinungen darüber gehen jedoch weit auseinander. Was braucht man denn nun wirklich??
Ob nur Rohkost oder nur fettarm oder Obst und Gemüse 5-mal täglich oder Trennkost mit Nahrungsergänzungen…. Wer hat recht?

Um gesund zu bleiben, benötigen wir eine ausgewogene und vollwertige Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Fetten, Ballaststoffen, Eiweiß, Kohlenhydraten und sekundären Pflanzenstoffen.
Zur Nahrung gehört auch das Trinken. Bekannt ist ja, dass wir ca. 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinken sollen (Mineralwasser oder ungesüßte Tees). Die Nahrungsaufteilung sollte ca. 60% flüssige und 40% feste Nahrung betragen.
Diese Bestandteile in der richtigen Menge (also dem individuellen Energiebedarf angepasst) und in der richtigen Zusammensetzung ermöglichen volle Funktions- und Leistungsfähigkeit unseres Körpers und bewahren im Zusammenhang mit ausreichender Bewegung den Körper vor Übergewicht und deren Krankheitsrisiken.

Zur Ernährung gehören wie oben erwähnt: „Lebensmittel“. Das Wort hat heute diesen Namen fast nicht mehr verdient. Denn „Mittel zum Leben“ sind sie nicht mehr primär, sondern eher Mittel für den Geldbeutel der Hersteller und für unseren Organismus meist physiologisch unnötig oder schadend.
Es ist in der heutigen Zeit wesentlich schwieriger geworden, sich bewusst und gesund zu ernähren, als früher.

Denken wir nach: Früher gab es auf dem Markt, was in Nachbars Garten und auf dem Feld gewachsen ist – und das fast alles unbehandelt, d. h. ohne Bestrahlung, ohne Antibiotika, ohne Pestizide, ohne Zusatzstoffe, Ergänzungsstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder genmanipulierte Beimischungen und nicht in bedenklichen Verpackungen. Da hatte der Apfel eben mal einen schwarzen Punkt, die Erdbeeren waren vielleicht nicht die größten, Zucchinis konnten nicht groß genug sein, Pflaumen gab’s gleich eimerweise und die Gurke hatte nicht nur 1cm Krümmung auf 10 cm Länge, dafür waren sie frisch, hatten alle noch Nährstoffe und schmeckten! Auch Milch, Brot und Käse waren nach sehr kurzer Zeit sauer oder verdorben, was von Frische und Fehlen von Konservierungsmittel zeugt.

Und nun denken wir an die Unmengen von Obst und Gemüse, die in der Kaufhalle zur Auswahl stehen, die aus Chile, Südafrika oder Neuseeland kommen, erfrischend fürs Auge und ohne Fehler. Glaubt da wirklich noch jemand dran, dass diese Ware unbehandelt zu uns auf Reisen geht???

Selbst wenn es so wäre, bleibt noch die Bedenklichkeit der thermischen Wirkung.
In der Fünf-Elemente-Lehre unterscheidet man die Lebensmittel nach ihrer Wirkung im Körper z. Bsp. nach heiß, warm, neutral, erfrischend und kalt. Folgende Lebensmittel erzielen die nachstehenden Wirkungen...
-thermisch heiß:
u. a. Zimt, Ziege, Hammel, gegrilltes Fleisch, Pfeffer, Chili, Pfeffer, Ingwer
-warm:
u. a. Huhn, Petersilie, Ziegen-/u. Schafskäse, Wachteln, Wild, Kürbis, Süßkartoffel, Aprikose, Rosine, Walnuss, Pistazie, viele Fische
- neutral:
u. a. Feldsalat, Rosenkohl, Mais, Möhren, Kartoffel, Kalb, Rind, Dattel, Pflaume, Honig, Marzipan, Erdnuss, Haselnuss, Hase, Karpfen
- erfrischend:
u. a. Weizen, Sauerteig, Ente, Roggen, Pampelmuse, Blumenkohl, Sellerie, Zucchini, Spinat, Apfel, Honigmelone, Papaya, Speiseöle, Reis, Kohlrabi, Gans
- kalt:
u. a. Ananas, Kiwi, Joghurt, Tomate, Banane, Gurke, Wassermelone

Was hat das nun zu bedeuten?
Nehmen wir mal unseren Herbst. Es wachsen Kürbisse und Süßkartoffeln, die Hühner werden geschlachtet vor dem Winter. Alles in allem eine recht passende Mahlzeit für unseren Körper, weil er uns thermisch bedingt warm hält von innen. Das nass-kalte Herbstwetter kann uns so schnell nichts anhaben.
Wollen wir vor Weihnachten auf die Figur achten und stopfen uns voll mit Gurken-Tomatensalat und Joghurt mit Müsli, dann werden wir aus dem Frösteln nicht mehr rauskommen. Obwohl der Körper ausreichend Kalorien zu sich nimmt, kann die innere Wärme nicht aufrecht erhalten werden, weil die verspeisten Lebensmittel innerlich kühlen. Jetzt denken wir noch einen Schritt weiter: Erkältung kommt von Kälte, will heißen: wir machen die Tür ganz weit auf für umherschwirrende Infekte.

Jetzt wird Mancher sagen, was soll denn der Quatsch? Aber so weit hergeholt ist das gar nicht. Schließlich sind eher wir Frauen darauf bedacht, die Figur zu halten - und das mit leider kühlenden Lebensmitteln, hier einen Joghurt, da mal eine Tomate und zwischendurch nur einen Salat. Das Resultat: „kalte Hände“ und „kalte Füße“. Versuchen Sie andere Lebensmittel zu wählen. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten.
Also bleibt Nahrung, die momentan in unserer Region (klimatisch bedingt) wächst genau das, was wir zu jeder Jahreszeit brauchen. Im Herbst ernten wir wärmende Lebensmittel, Ende Frühjahr und Sommer können wir auf erfrischende bzw. kalte Lebensmittel aus unserer Ernte zurückgreifen.
In jedem guten 5-Elemente-Kochbuch gibt es eine Auflistung über die thermische Wirkung vieler Lebensmittel und welches Gericht sich am besten eignet, um ein Temperaturdefizit wieder auszugleichen.

Doch alles der Reihe nach…
Reden wir aber erstmal über die Nahrungsaufnahme allgemein.
Es sollte drei bis vier Mahlzeiten zu jeweils festen Zeiten geben, die in Ruhe (ohne heiße Diskussionen am Tisch oder störende Telefonate) und wenn möglich im Kreise der Familie eingenommen werden.
Man beginne den Tag und jede Mahlzeit mit einer Tasse mit stillem Mineralwasser (wenn möglich, warm oder wenigstens Raumtemperatur), um die Verdauung in Gang zu bringen.

Getränke werden nicht direkt zum Essen, sondern bis spätestens 10 Minuten vor dem Essen getrunken. Während der Mahlzeit würden die Getränke die Verdauungssäfte verdünnen und die Verdauungsarbeit erschweren.
Danach sollte die Mahlzeit mit frischem Obst oder Gemüse fortgesetzt werden und weitere 15 bis 20 Minuten danach kann die feste Nahrung verzehrt werden.
Diese Reihenfolge macht Sinn, um die verschiedenen Verdauungssäfte nicht gegeneinander "auszuspielen" (Bauchspeicheldrüse für die Früchte und Magensäure für die feste Nahrung). Nehmen sie sich die Zeit, ihre Speisen gut zu kauen, denn: "gut gekaut ist halb verdaut".

Rohkost sollte nicht mehr am Abend verspeist werden, das wäre Hochleistung für unsere Verdauung, weil der Organismus schon langsam auf die Ruhephase runterschaltet. So bleibt dann über Nacht alles im Magen liegen... Besser wäre Gedünstetes oder Gekochtes oder ein Süppchen, so muss nicht mehr die volle Energie zur Aufspaltung und Aufbereitung des rohen Obst/Gemüses verwendet werden.

Grundsätzlich gilt, Nahrung erst wieder zu sich nehmen, wenn die vorhergehende verdaut ist. Bei Obst dauert das nur ca. 20 Minuten, bei Kohlenhydraten ca. 2 Stunden und bei Eiweißen und Fetten ca. 4 - 6 Stunden).
Als Mittelwert empfiehlt es sich, mindestens 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einzulegen. Das bedeutet aber auch, keine kleineren Zwischensnacks, wie Obst und Gemüse, Kuchen oder Kekse.

Wenn wir uns jetzt noch mal vor Augen halten, wie die Menschen einst zu ihrer Nahrung gekommen sind, finden wir schnell heraus, dass es Fleisch (jagdbedingt und später preisbedingt) selten gab, dagegen Obst, Gemüse, Pflanzenstoffe und Kräuter reichlich vorhanden waren, Brot sowie Mehlwaren kamen bei guter Ernte auch dazu, man musste für alles sehr hart körperlich jagen, arbeiten oder sammeln gehen.

Die Skeptiker könnten jetzt meinen, die Lebenserwartung lag damals ja auch wesentlich niedriger. Stimmt! Aber das hatte wohl weniger etwas mit den vorhandenen Lebensmitteln, als mit den Lebensumständen (Unterkunft, Klamotten, Hygiene, Arbeitsbedingungen) zu tun.

Bleiben wir doch bei alt Bewährtem.
Dunkles Fleisch sollte nur selten (1-2 mal pro Woche), Fisch mindestens 2x pro Woche (wegen der Omega-3-Fettsäuren und Jod) in der Nahrung enthalten sein.
Beim Würzen ist auf natürliches Salz (am besten Steinsalz) und unbelastete frische Kräuter und Gewürze zu achten.

Gemüse und Obst sollten regional und frisch und unbehandelt sein (wenn Tiefkühlkost, dann bitte keinen Fertiggerichte, sondern nur einzelne Obst-/Gemüsesorten).

Fertiggerichte und Instant-Breie u.-Soucen und -Tees sind weitgehend zu meiden.

Fette und Öle sind ja nicht nur Gesmacksträger sondern auch lebenswichtig für uns, wenn es die richtigen sind, wie z. Bsp. kaltgepresste, naturreine Pflanzenöle (Omega-3 muss dem Körper zugeführt werden) oder Sauerrahm-Butter.

Bei Milch- und Milchprodukten muss natürlich auch auf die Frische geachtet werden. Vorzug erhält hier Frischmilch, Naturjoghurt, Sauerrahm, Quark, Kefir, Ziegen- und Schafskäse und Dickmilch (wegen der Unverträglichkeit gibt es viele Produkte auch als "laktosefrei").

Süßigkeiten, Süßes allgemein und Weißmehlprodukte sollte man meiden oder wenigstens minimieren, davon wird der Körper nur sinnlos belastet, das Insulin schnellt in die Höhe, läßt den Blutzuckerspiegel wieder sinken und man bekommt Heißhunger.
Besser eignen sich langkettige Kohlenhydratvebindungen, wie Vollkornprodukte. Diese sättigen länger anhaltend und lassen den Blutzucker nicht so extrem in die Höhe schießen.

Wer die liebgewordenen Gewohnheiten verlässt, braucht eine Weile, bis die neuen Gewohnheiten in den Alltag übergehen.
Sinnvoll ist, die Ernährung Schritt für Schritt auf eine vollwertige Ernährung umzustellen. Das fällt leichter und vermeidet eventuelle Unverträglichkeiten.

Achten Sie auf einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt. Lagern Sie frische Lebensmittel wie z.B. Obst und Gemüse dunkel und kühl.
Zerkleinern Sie es erst nach dem Waschen und verarbeiten Sie es sofort, ohne es lange in Wasser liegen zu lassen.
Halten Sie zubereitete Speisen nicht warm, sondern kühlen Sie sie rasch ab und erwärmen Sie diese bei Bedarf wieder.

Und nun wünsche ich Ihnen gutes Gelingen.

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© fit & vital - Elke Awdshiew